Die Ministerin

Dr. Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986) legte den Grundstein für eine moderne Familien- und Frauenpolitik in der Bundesrepublik. Bei der entscheidenden Abstimmung zum Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Jahr 1957 stimmte sie gar mit der Opposition – und zwar für die Gleichberechtigung!

Das Vorbild

Bereits in den 1950-er Jahren erkannte die ausgebildete Juristin, dass nur gesetzgeberische Maßnahmen eine adäquate und gerechte Stellung von Frauen in der veränderten deutschen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg garantieren könnten.

Durch ihr energisches und weitsichtiges Engagement als erste weibliche Gesundheitsministerin im Parlament und als Expertin für Familienrecht, stellte sie die Weichen für eine moderne Familienpolitik – mit den Komponenten Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Die Stiftung

Die Elisabeth Schwarzhaupt Stiftung erinnert an das weitreichende politische und gesellschaftliche Engagement der ersten Ministerin im westdeutschen Kabinett.

Wir fühlen uns Schwarzhaupts Vision von mehr Gleichberechtigung verpflichtet und richten den Fokus auf die Gegenwart. Den Schwerpunkt des Förderinteresses legt die Stiftung auf Chancengleichheit für Frauen und Männer.

Vorträge und Veranstaltungen

Vortrag zum Internationalen Frauentag

9. März 2021 Elisabeth Schwarzhaupt: Wegbereiterin für Frauen in der Politik. Der Soroptimist Club Münster hat anlässlich des internationalen Frauentages mit einem digitalen Vortrag an…
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Wichtiges und Wissenswertes

In der Männerrepublik

Der Autor Torsten Körner betrachtet die „Männerrepublik“ und zeigt in seinem Buch, „wie Frauen die Politik erobern“. Schon im zweiten Kapitel schreibt er über Elisabeth Schwarzhaupts Weg in die Bundesregierung – und insgesamt über die Schwierigkeiten, denen Frauen in der Politik der Bundesrepublik gegenüberstehen.

Elisabeth Schwarzhaupt in Civis mit Sonde

Die aktuelle Print-Publikation der Christlich-Demokratischen Union vom Dezember 2020 ruft: „Frauen an den Start!“ Auf dem Titel: Die erste Frau, die in der CDU richtig Karriere gemacht hat: Erste stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, erste Ministerin. Klar: Elisabeth Schwarzhaupt. Das Heft widmet ihr zwei Kapitel. Harald Ille erläutert, wie die erste Ministerin der Umweltverschmutzung der Nachkriegszeit den Kampf ansagte und konkret gegen die Verschmutzung von Wasser und Luft und den ohrenbetäubenden Lärm von Baumaschinen und Flugzeugen vorging. Die Historikerin Heike Drummer zeichnet Elisabeth Schwarzhaupts Weg in die Politik nach.

Frankfurter Frauengeschichte(n)

Das Frankfurter Institut für Stadtgeschichte hat im Jahr 2017 einen Sammelband über Frankfurterinnen zusammengestellt, in dem Elisabeth Schwarzhaupt glücklicherweise ebenfalls Platz finden durfte. Schwarzhaupt-Biograf Harald Ille hat in seinem Aufsatz über die Frankfurterin die 8 Schritte aufgezeigt, die sie an die „Schalthebel der Macht“ in Bonn gebracht haben. Mit jedem einzelnen dieser Schritte hat Elisabeth Schwarzhaupt gezeigt, dass auch Frauen eine beachtenswerte politische Karriere erreichen konnten – in einer Zeit, in der sie zwar noch bei vielem die erste und einzige Frau war, die die „Gläserne Decke“ durchstoßen hat.